Afrika gilt seit langem als Wiege der Zivilisation und Geburtsort des Menschen.

Heute entwickelt sich Afrika auch zu einer legitimen Wirtschaftsmacht. Während ein Großteil der Welt mit einer gewissen Trägheit voranschreitet, verzeichnen einige Schwellenländer wie die einiger afrikanischer Länder in jüngster Zeit ein BIP-Wachstum. Dazu zählen das in jüngster Zeit boomende Libyen, Äquatorialguinea, die Seychellen, Gabun und Botswana. In mehreren afrikanischen Märkten ist zudem ein Konsumboom zu verzeichnen.

Wachstum und Entwicklung

Das war nicht immer so. Die 80er Jahre galten als Afrikas wirtschaftliches „verlorenes Jahrzehnt“, und erst Mitte der 90er Jahre begann sich die Lage zu ändern. In den darauffolgenden Jahren war der wirtschaftliche Fortschritt in den Ländern Subsahara-Afrikas stetig und beeindruckend.

Zwar werden sich die Vorhersagen über das Ausmaß dieses günstigen Windes möglicherweise noch ändern, dennoch sind viele davon überzeugt, dass sich die wirtschaftlichen Aussichten Afrikas in den kommenden Jahren weiter verbessern werden.

Marktchancen in Afrika

Die unterschiedlichen Datenerfassungstechniken und -methoden, die von diesen verschiedenen Forschungsinstituten verwendet werden, führen zu widersprüchlichen Statistiken. Schließlich gibt es viel zu analysieren und zu berücksichtigen. Öl- und Rohstoffpreise, globales Wirtschaftswachstum, sich verändernde geopolitische Landschaften und andere immaterielle Faktoren sind allesamt für Unterschiede bei der Vorhersage der wirtschaftlichen Aussichten Afrikas verantwortlich.

Was allgemeine Indikatoren für potenzielles Wachstum betrifft, so ist sowohl die industrielle als auch die landwirtschaftliche Produktion in Afrika weiter gewachsen. Europa und die USA beziehen ihre Fertigprodukte zunehmend aus Afrika, was zu einem jüngsten Anstieg des Exports von Nicht-Öl-Rohstoffen geführt hat. Schlechtes Wetter kann die Landwirtschaft beeinträchtigen und steigende Treibstoffkosten können sich negativ auf alle Öl importierenden Länder auswirken.

Alles in allem waren die wirtschaftlichen Aussichten für Afrika in den letzten Jahren positiv, da die Nachfrage nach afrikanischen Mineralien und Metallen gestiegen ist. Darüber hinaus haben sich die wirtschaftlichen Aussichten Afrikas durch wirtschaftliche und politische Reformen verbessert, die die meisten als klug erachten. Länder wie China und die Vereinigten Staaten suchen zunehmend nach Partnerschaften auf dem Kontinent.

Marktherausforderungen

Länder, deren politische und wirtschaftliche Aktivitäten sich stabilisiert haben, werden wahrscheinlich am meisten von Hilfen von außen und internationalen Investitionsmöglichkeiten profitieren. Armut ist in Afrika weiterhin ein hartnäckiges und ernstes Problem, das durch langfristiges finanzielles Wachstum zumindest teilweise gemildert werden könnte. Viel hängt auch vom Schicksal der Eurozone ab, in die rund die Hälfte der afrikanischen Exporte fließt.

Vorteile und Exporte

Trotz realer menschlicher Not und gewaltiger Hindernisse herrscht Optimismus. Manche verweisen auf die reichhaltigen natürlichen Ressourcen des Kontinents, die wachsende Mittelschicht und die junge Bevölkerung als Indikatoren für die zukünftige Entwicklung der Welt.

Ein solches Wachstum ist nicht ohne Risiko. Afrikas bereits erwähnte Abhängigkeit von der Eurozone als Zielland für seine Exportgüter wird das Land kurzfristig etwas verwundbar machen, und sein chronisches Armutsproblem muss ständig angegangen werden.

Langfristige strategische Chancen

Der relativ junge wirtschaftliche Aufschwung Afrikas weist den Weg in eine wohlhabendere Zukunft und in einen Kontinent, der in der Weltwirtschaft immer mehr an Einfluss gewinnt.

Über SIS Market Research in Afrika

SIS International Market Research hilft Unternehmen, die komplexe und spannende Geschäftslandschaft in Afrika besser zu verstehen und sich darin zurechtzufinden.